Kirchenchor

Wenn die Musik die Leiter zum Himmel ist, dann ist die Kirchenmusik der Lift

Hermann Lahm 1948

Im Kirchenchor Ballwil schwingen sich 50 Frauen und Männer über Leitern, über Tonleitern. Jede Leiter ist so gut, wie ihre Sprossen.
Die wichtigste Sprosse ist die Chorgemeinschaft mit dem wöchentlichen Stimmtraining. Die Stärke des Chores liegt darin, sich gemeinsam für die gleiche Sache einzusetzen. Das ist die große Herausforderung und trägt zum guten Geist im Chor bei.
Eine weitere Sprosse ist das Mitgestalten der Gottesdienste.
Aber auch das Volkslied wird gepflegt. Gute Laientheater bringen Farbtupfer ins Vereinsleben, wie 2003 Gotthelfs "Hansjoggeli der Erbvetter" und 2007 die Tragikomödie "Dällebach Kari".
Am Schweizerischen Gesangsfest in Sitten im Jahr 2000 und am Kantonalen Gesangsfest 2006 in Wolhusen holte sich der Chor das Höchstprädikat "Vorzüglich"!
Wir pflegen anspruchsvolle Chormusik verschiedener Epochen. Der Chor tritt auch regelmäßig mit Aufführungen großer Chor- und Orchesterwerke an die Öffentlichkeit. Letztmals 2009 mit Puccinis "Messa di Gloria".


Der Kirchenchor Ballwil wird von Dominik Lukas Vogt (Telefon 079 843 24 37; E-Mail: mail[at]dominiklukasvogt.com geleitet. Er zeigt, wie schnell oder wie langsam wir über die Tonleitern auf und ab zu singen haben. Er motiviert uns mit seiner jungen, dynamischen und humorvollen Art zu großen Tonsprüngen.

Turnen Sie mit uns über Tonleitern!
Haben Sie Lust an Schnupperproben? Sie sind herzlich willkommen. Wir proben jeweils am Donnerstag 20.00 - 21.45 Uhr im Probelokal des Gemeindehauses in Ballwil.

Kontaktadressen:
Beatrice Eberle, Telefon 041 448 37 05     
bb.eberle[at]sunrise.ch
Gertrud Kiener, Telefon 041 910 58 51      andykiener[at]bluewin.ch

 

 

Kirchenklangfest Cantars in Hochdorf

Vom Choralgesang bis zur Bluegrass-Messe

In der St. Martinskirche Hochdorf gibt es am 14. Mai 2011 während nahezu zwölf Stunden gute Musik am laufenden Band. Elf Kinder-, Jugend- und Erwachsenenchöre aus der Region Seetal und Michelsamt sowie verschiedene Instrumentalformationen beteiligen sich am Kirchenklangfest cantars in Hochdorf. Insgesamt stehen mehrere hundert musikbegeisterte Mitwirkende im Einsatz. Das Publikum darf sich auf ein ungewöhnlich vielseitiges Programm freuen.

Zu hören sind die Kirchenchöre von Ballwil, Beromünster, Eschenbach, Hitzkirch, Hochdorf, Hohenrain und Rain, der No Name Chor Ballwil, die Choralschola St. Martin Hochdorf sowie der Kinder- und Jugendchor Römerswil und der Chenderchor Teenie-Singers Eschenbach. Mit von der Partie sind auch verschiedene Instrumental- und Jazzensembles. Das Klangfest beginnt um 12 Uhr mittags und geht mit einem "Abendlob" kurz vor Mitternacht zu Ende.

"Himmelweit und erdennah"
Das musikalische Angebot ist breitgefächert, abwechslungsreich und spannend. Unter dem weiten Dach der Hochdorfer Pfarrkirche haben afrikanische Gospels ebenso Platz wie spätromantische Werke von Josef Gabriel Rheinberger, zeitgenössische Kompositionen des Hitzkircher Musikers Joseph Röösli und ein festliches "Gloria" von Antonio Vivaldi, gregorianischer Choral, eine Bluegrass-Messe, Jazz-Motetten, klangmächtige Chöre von Händel und Haydn sowie eine Kantate für Chor und Bläser unter dem programmatischen Titel "Himmelweit und erdennah". Kinder und Jugendliche führen ein neues Werk von Patrizia Villiger-Troxler auf, "Nada Brahma - Die Welt ist Klang". Auf dem Programm steht zudem um 17 Uhr ein Orgelkonzert des bekannten Hochdorfer Organisten André Stocker mit Werken von Bach bis Messiaen.

Um 19 Uhr findet ein musikalisch gestalteter Festgottesdienst statt.

Neben der Musik rund um die Uhr soll auch das gesellige Beisammensein von Zuhörern und Musikern nicht zu kurz kommen. Das Zentrum St. Martin steht von 11 bis 23 Uhr für Konzertbesucher offen. Zudem bieten die Restaurants in Hochdorf Speise und Trank an. Der Tagespass zum Preis von 30 Franken berechtigt zum Besuch aller Konzerte, ebenso der Gönnerpass für 50 Franken. Eintrittskarten für ein einzelnes Konzert kosten 10 Franken und können nur an der Tageskasse gelöst werden. Der Vorverkauf der Tages- und Gönnerkarten beginnt am 14. April. Vorverkaufsstelle ist die Papeterie von Matt, Hauptstrasse 28, 6280 Hochdorf (Telefon 041 910 10 68).

Zusätzliche Informationen unter www.cantars.org

 

Kirchenmusikverband jubiliert

Das Klangfest in Hochdorf ist Bestandteil des cantars-Kirchenklangfestes, das aus Anlass des 125-jährigen Bestehens des Kirchenmusikverbandes des Bistums Basel gefeiert wird. Auf dem Gesamt-Programm stehen über 200 sakrale Konzerte mit insgesamt  8?000 Mitwirkenden. Die Konzertreihe dauert vom 30. April bis am 25. Juni 2011 und beginnt mit einem Auftaktfestival in der Stadt Luzern. Austragungsorte sind 18 Städte und Zentren in den Kantonen Aargau, Bern, Basel-Stadt und -Land, Luzern, Schaffhausen, Solothurn, Thurgau und Zug. Zu den zahlreichen Botschafterinnen und Botschaftern des Grossanlasses zählen auch die Nationalratspräsidentin des Jahres 2010, Pascale Bruderer, Kabarettist Simon Enzler, Skirennfahrerin Dominique Gisin und der Luzerner Regierungsrat Anton Schwingruber.

 

 

 

95. Generalversammlung im Januar 2011: Kirchenchor auf Kurs

Nach grossen Veränderungen begab sich der Verein im letzten Vereinsjahr in ruhigere Gewässer. Feine Konzerte und Auftritte bewiesen die Qualität des Chores unter der engagierten Leitung des Dirigenten Dominik Vogt. Ebenso ruhig führte der Präsident, Josef Zemp, durch die gut besuchte Versammlung. Die beiden bedankten sich in ihren Jahresberichten beim Chor für den unermüdlichen Einsatz. Für 15 Jahre Treue zum Gesang wurde Esther Gasser geehrt. Schon 20 Jahre lässt die Aktuarin Beatrice Eberle ihre Sopranstimme erklingen. Die Liebe zum Gesang bewies die grosse Präsenz an den Proben und Konzerten. Mit null Absenzen glänzten Beatrice Eberle und Walter Bühlmann. Als Nachfolgerin des zurück getretenen Verantwortlichen für Öffentlichkeitsarbeit wurde Jenny Schenker einstimmig in den Vorstand gewählt. Die Wiederwahl der anderen Vorstandsmitglieder war ebenso klar und wurde mit grossem Applaus bestätigt. Mit einer kleinen Vermögensabnahme sind die Finanzen auf gesunden Füssen. So kann der Chor seine Zukunftspläne ruhig angehen: Die Teilnahme am Cantars Kirchenklangfest im kommenden Mai, eine Reise an den Bodensee, das Theaterprojekt 2013 und vielleicht wieder ein grösseres Konzert...

Pater Christian lobte die hohe Kultur der kirchlichen Auftritte und ermahnte die Mitglieder zur Sorge um das  einmalige Juwel: "Der Junge dirigiert, der Alte spielt auf der Orgel, das ist der Spirit dieser Sängerschar, das Zusammenleben der Generationen, die spürbare Begeisterung. Nicht zuletzt deswegen bin ich nach Ballwil gekommen!"

Dieses schöne Kompliment nahmen die Sänger mit nach Hause, denn Gesang verbindet und erwärmt die Herzen.

Ernst Baumgartner



2009: Ein grosses "Gloria" zum Abschied

Josef Estermann legt den Dirigentenstab in junge Hände

Während sage und schreibe 55 Jahren hat Josef Estermann den Kirchenchor Ballwil erfolgreich geleitet. Nun möchte er sich von dieser Aufgabe entlasten. Als Organist bleibt er aber weiterhin kirchenmusikalisch aktiv. Der Kirchenrat und der Kirchenchor verabschieden zusammen mit der ganzen Pfarrei den hoch verdienten Dirigenten am 28. Juni 2009 in einem festlichen Gottesdienst.

Es ist ein begeisterter und geradezu ansteckender Lobgesang auf Gott, den Giacomo Puccini im gross angelegten "Gloria" seiner "Messa di gloria" anstimmt. Zugleich darf die Orchestermesse als ein Lieblingswerk von Josef Estermann gelten. Sie versprüht Optimismus und Lebensfreude - ganz nach der Art des Musikers, der seit fünfeinhalb Jahrzehnten mit ungebrochenem
Schwung den Kirchenchor Ballwil leitet. 1985 hat er das wieder entdeckte Frühwerk des berühmten italienischen Opernkomponisten mit dem Kirchenchor Ballwil und dem Gemischten Chor Thalwil erstmals aufgeführt. Nun wird es im Gottesdienst vom 28. Juni als festliches Finale zum letzten Mal unter seiner Stabführung erklingen. Seit Monaten bereitet sich der Kirchenchor in seinen Proben auf diese anspruchsvolle Aufführung vor.

Meilensteine
Das Konzert von 1985 war einer von vielen Höhepunkten der Ära Josef Estermann. Immer wieder ist es ihm gelungen, "seinen" Kirchenchor für besondere Leistungen zu motivieren. Die geistlichen und weltlichen Konzerte unter seiner Leitung haben weit über die Grenzen der Region hinaus Beachtung und Anerkennung gefunden. Meilensteine waren etwa die "Schöpfung" und die "Jahreszeiten" von Joseph Haydn, Händels "Messias", Mozarts "Krönungsmesse", Psalmenvertonungen von Felix Mendelssohn oder die Uraufführung einer Kantate des zeitgenössischen Komponisten John Wolf Brennan. 2004 feierte Josef Estermann das 50-Jahr-Jubiläum als Kirchenmusiker in Ballwil mit einem unvergesslichen Festkonzert. Auf dem Programm standen die "Nelson-Messe" von Haydn und das "Te Deum" von Georges Bizet.

Begabter Motivator
Für seine Verdienste als Musiker, Musikpädagoge und Kulturförderer zeichnete die Gemeinde Ballwil im Jahr 2004 den "Musiker mit Herz, der es versteht, Menschen für die Musik zu begeistern", mit der erstmals verliehenen
Ehrennadel aus. Josef Estermann ist in der Tat ein begabter Motivator ? nicht nur vor grossen Auftritten, sondern auch das Jahr hindurch, wenn die
Aufgabe des Kirchenchors darin besteht, Gottesdienste gehaltvoll zu gestalten oder ganz einfach mit Musik Freude zu bereiten. In den Proben offenbaren sich die Qualitäten, die seine Arbeit mit dem Chor auszeichnen: Er beherrscht das Handwerk des Dirigenten und Pianisten von Grund auf und hat eine unerschöpfliche Geduld und ebenso viel Humor.

Stabübergabe
Am Schluss des bevorstehenden Festgottesdienstes zu seiner Verabschiedung als Dirigent des Kirchenchors wird Josef Estermann den Taktstock seinem Nachfolger Dominik Lukas Vogt übergeben. Der junge
Musiker wurde kürzlich vom Kirchenrat aufgrund eines Auswahlverfahrens mit der Chorleitung betraut. Er wird nach den Sommerferien die neue Aufgabe
antreten. Josef Estermann bleibt als Organist und als Dirigent des Frauenchors weiterhin der Pfarrei erhalten. Bei der bevorstehenden Stabübergabe wird er sich bestimmt erinnern, wie er 1954, kaum 21 Jahre
alt, nicht nur als Primarlehrer, sondern auch als Kirchenmusiker nach Ballwil geholt wurde. Heute dürfen wir dankbar und zufrieden feststellen, dass die damalige Verlegenheitslösung sich für Ballwil längst als Glücksfall und für Josef Estermann als Lebensaufgabe entpuppt hat. Der Festgottesdienst vom 28. Juni steht somit ganz im Zeichen des Dankes für ungezählte musikalische Erlebnisse und Freuden.

Festliches Finale mit kleiner Premiere
Giacomo Puccini (1858-1924) hat die "Messa di gloria" 1876 komponiert, als 18-jähriger also, lange vor seinem Durchbruch als Komponist so berühmter
Opern wie "La Bohème", "Tosca" oder "Madame Butterfly". 1880 fand die erste Aufführung der Messe statt, die in der Lokalpresse seiner Heimatstadt
Lucca stürmisch gefeiert wurde. Offenbar ging das Werk aber bald wieder vergessen, denn es wurde erst Mitte des 20. Jahrhunderts wieder entdeckt
und erfreut sich seither steigender Beliebtheit. Die delikate Mischung von opernhafter Dramatik, italienischem Melodienzauber und innigreligiöser
Vertiefung wirkt auch auf heutige Ohren sehr anziehend. An Chor, Orchester und Solisten stellt diese grosse Messe allerdings hohe Ansprüche.
(Aus Zeitgründen wird am 28. Juni auf das Credo verzichtet.)

Josef Estermann krönt die Aufführung vom 28. Juni mit einer kleinen Premiere. Noch vor der "Messa di Gloria" hatte nämlich Puccini, damals noch Schüler, eine Orchestermotette zu Ehren des heiligen Paulinus, des Stadtpatrons von Lucca, komponiert. Die geradezu pompöse kurze Hymne für Chor, Solo und Orchester wurde erst kürzlich publiziert und dürfte
beim bevorstehenden Festgottesdienst vermutlich zum ersten Mal in unseren Breitengraden erklingen. So verbinden sich festliches Finale und eine kleine Premiere zum besonderen Ereignis.
Zusammen mit dem Kirchenchor Ballwil musizieren am 28. Juni das verstärkte Kammerorchester Armonia Luzern sowie die Solisten Simon Witzig
(Tenor) und Bruno Nünlist (Bass). Die Leitung hat Josef Estermann. Beginn: 10.00 Uhr in der Pfarrkirche Ballwil.