Hermanos

Spenden

Spenden können einbezahlt werden auf das Postscheckkonto der Luzerner Kantonalbank, 6281 Hochdorf, 60-41-2 mit dem Vermerk:
Hermanos, Konto 01-66-150791-04
IBAN: CH 4500 7780 1661 5079 104

Herzlichen Dank für Ihre Mithilfe.

 

 

Ziele von HERMANOS

  • Die Pfarrei auf die Benachteiligten dieser Welt aufmerksam machen
  • Vorurteile abbauen
  • Kontakte herstellen
  • ein konkretes Projekt mitfinanzieren

Wir begrüssen es, wenn Familien, Schule und Vereine unsere Zielsetzung mittragen.

 

 

Unser aktuelles Projekt

Wir unterstützen zur Zeit ein Projekt in Honduras, einem Drittweltland in Zentralamerika. Der in Dagmersellen (LU) aufgewachsene Edy Fellmann gründete dort vor etwa 20 Jahren ein Auffangheim für Strassenkinder. Dieses entwickelte sich bis heute zu einer wichtigen Institution für Jugendliche. Knaben, Mädchen, junge Frauen und Männer besuchen die Schule und können eine berufliche Grundausbildung in Holz-, Metallbearbeitung, Automechanik, Hauswirtschaft oder Landwirtschaft machen. Sie erhalten dadurch eine Grundlage für ein selbständiges Leben.
Grundprinzip ist die Hilfe zur Selbsthilfe.

 

 

Mitglieder

Zu HERMANOS gehören gegenwärtig:

Pater Christian, Helen Brügger, Josef Galliker, Eva Haas, Jakob Kaufmann, Alois Odermatt, Helen Fuchs, Josef Vogel und Walter Laetsch

Nach oben

Wie ist die Gruppe HERMANOS entstanden?

Täglich erfahren wir es: Der grössere Teil der Menschheit lebt nicht auf der Sonnenseite des Lebens. Pater Christian will, dass diese Tatsache in der Pfarrei bewusst wahrgenommen wird. Es bildete sich die Gruppe HERMANOS. Sie besteht aus Mitgliedern des Pfarreirates, sowie Frauen und Männern aus verschiedenen Vereinen.
Der Name HERMANOS kommt aus dem Spanischen und bedeutet «Geschwister». Trotz unterschiedlicher Hautfarben, Sprachen und Kulturen sind wir Geschwister auf unserer Welt und nehmen Verantwortung wahr füreinander.

 

 

Aus der Schule geplaudert...

Ab dem neuen Schuljahr ist es für die Gymnasialschüler im Einverständnis mit den Eltern nicht mehr obligatorisch, eine Berufslehre zu absolvieren. Mit dieser Neuerung möchte das Team der Abwanderung an andere Privatschulen entgegenwirken. Viele Jugendliche glauben, anderswo leichter und schneller mit geringerem Aufwand einen Abschluss zu erreichen, der für das spätere Leben eine genügende Grundlage bietet. Ein solcher Abschluss ist an einigen Schulen leider möglich, man kann ihn oft sogar kaufen?
Vor fünf Jahren wurde in La Venta die zweisprachige Schule eingeführt, und seither ist jedes Jahr eine weitere Klasse dazu gekommen, schreibt Edi Fellmann in seinem Jahresbericht 2011. In den zweisprachigen Klassen werden 70% der Fächer in Englisch unter-richtet. Die Erstklässler, welche die Vorschule und den Kindergarten ebenfalls in La Venta absolviert haben, verstehen in der Regel bereits ganz gut Englisch?.Es gibt auch Kinder honduranischer Eltern, die in die Heimat zurückgekehrt sind und die besser englisch als spanisch sprechen. In der Schule lernen sie nun erstmals Spanisch.
Zum Jahresanfang konnte Hermanos wiederum 5?000 Franken nach Honduras senden und so dazu beitragen, dass die wertvolle Jugendarbeit weitergeführt werden kann. Herzlichen Dank allen Spendern.

Februar 2012

 

 

Herzliches Dankeschön

Mit Freude hat Edi Fellmann Ende Oktober 2011 bei seinem Besuch unserer Pfarrei von seiner Arbeit in La Venta erzählt. Er bedankte sich ganz herzlich für das Interesse und die Unterstützung, die er immer wieder aus Ballwil erfahren darf. Er betonte, dass er auf unsere Hilfe angewiesen ist, um das Angebot in Schule und Berufsunterricht laufend verbessern zu können.
Dass sein Engagement und seine Tätigkeit geschätzt wird, beweist das Ergebnis des Kirchenopfers vom 29./30. Oktober in der Höhe von 1'630 Franken. Ein ganz herzliches Vergelt's Gott allen Spenderinnen und Spendern für ihre grosszügige Unterstützung.
Im kommenden Jahr beginnt die Ausbildung von Automechanikern. "Dieser Beruf ist bei den Jugendlichen sehr begehrt, die Zukunftsaussichten auf dem Berufs-markt sind ausgezeichnet, da infolge der grossen Armut in Honduras viele aus den USA importierte Vehikel noch sehr lange weitergefahren werden. Zudem gibt es viele einfache Werkstätten, in denen Autos, Busse, Lastwagen und landwirtschaftliche Fahrzeuge repariert werden. Ein paar mit Wellblechdach versehene Holzwände bilden die nötige Infrastruktur, gearbeitet wird im Freien," berichtete Edi Fellmann. Allerdings, für die Ausrüstung der Lehrlingswerkstatt fehlen noch wichtige Einrichtungen und Werkzeuge.

 

 

Kilbi 2011: Erfolgreiches Glücksrad

Das Wetter lockte ja nicht sonderlich zum Verweilen bei den Chilbi-Ständen. Doch, wer beim Glücksrad der Hermanos auf "seine" Ziffer warten musste, war bestimmt dankbar über das improvisierte Dach über dem Durchgang. Das mag dazu beigetragen haben, dass viele Leute nicht am Glücksrad vorbei gingen, sondern stehenblieben und dabei ihr Glück versuchten. Hermanos dankt allen ganz herzlich für die Unterstützung. Auch wer nichts gewonnen hatte, konnte doch befriedigt weiterziehen, hatte er doch mit seiner Teilnahme ein gutes Werk unterstützt. Der Reingewinn des Glücksrad-Drehens betrug die stolze Summe von 1?033 Franken. Sie wird dem Projekt in Honduras zu gute kommen, wo die Werkstätten für die Berufsbildung Jugendlicher erweitert werden müssen.

 

 

Helfen und gewinnen

Anfangs September ist in Ballwil wiederum Kilbi. Die Gruppe Hermanos wird zugunsten des Projektes in Honduras das Glücksrad drehen.
Stests höhere Materialpreise und steigende Lohnkosten bereiten den Projektverantwortlichen Sorgen. In unbeschwerter Kilbilaune können Freunde und Gönner helfen, indem sie unser Rad in Bewegung halten. Nebst einem herzlichen Vergelt?s Gott gibt es auch Lebkuchenherzen zu  gewinnen.
Im Oktober wird der Projektleiter Edi Fellmann wieder in die Schweiz kommen. Selbstverständlich ist auch ein Besuch in unserer Pfarrei vorgesehen. Wir freuen uns auf die Gelegenheit, im persönlichen Kontakt über die Entwicklung des Projektes für eine bessere Zukunft junger Menschen informiert zu werden.
(September 2011)

 

 

Erstmals über 600 Schüler

Das Schuljahr in La Venta wurde mit 610 Kindern und Jugendlichen begonnen. Damit wurde erstmals die 600-Schüler-Grenze überschritten. Ein Schülerrückgang ist hingegen bei der 10. Klasse zu beobachten. Wie uns der Projektleiter Edi Fellmann mitteilt, liegt der Grund dafür in einer neu eröffneten Privatschule in einer nahe gelegenen Kleinstadt, die ihre Absolventen im Gegensatz zu La Venta nicht zu einer Lehre verpflichtet. Viele junge Leute wollen gar keine Lehre machen, sondern nur die 11. Klasse abschliessen, da diese Voraussetzung für ein Universitätsstudium ist. Anderseits erzählen Schulabgänger unseres Projektes immer wieder, wie froh sie über ihren Berufsabschluss seien - besonders auch solche Lehrlinge, die den  Beruf damals unfreiwillig erlernten. Dennoch muss überlegt werden, ob die Lehre wieder freiwillig werden soll. Ein folgenschwerer Entscheid steht also an, denn ein Grossteil der Schüler stammt aus ärmlichen Verhältnissen und hat mit einer Lehre bei Weitem bessere Zukunftsaussichten.

 

 

Zwischenbericht: März 2011

"Dank eurer tatkräftigen Mithilfe können wir unsere Arbeit verbessern und weiter ausbauen", schreibt uns Projektleiter Edi Fellmann aus La Venta und verdankt die jüngste Spende von 5000 Franken im Februar. Mit der Anstellung einer Psychologin werden nun in Zusammenarbeit mit der Sozialarbeiterin neue Projekte in Angriff genommen. So kann schwierigen Kindern jetzt besser geholfen werden. Dank dieser Betreuung haben einige Kinder in der Primarschule grosse Fortschritte gemacht. Wo immer möglich, wird direkt mit den Eltern zusammengearbeitet. Je mehr auf die Bedürfnisse der Jugendlichen eingegangen werden kann, desto eher können vorzeitige  Abgänge vermieden werden. Dies ist wichtig, weil der Erfolg des Projektes auch davon abhängt, dass die Kinder ihre Ausbildung vollenden und ihr Wissen dann auch anwenden können.

 

 

Jahresrechnung 2010

Mit Freude und Dankbarkeit blickt Hermanos auf das Jahr 2010 zurück. Insgesamt wurden für das Projekt in Honduras 20'880 Franken gespendet. Da die Gruppe Hermanos ehrenamtlich arbeitet, konnten die Spesen (zum Beispiel Bankgebühren, Ausgaben für selbstangefertigte Kondolenzkarten) mit 1'065.80 Franken sehr niedrig gehalten werden. Von den Einnahmen entfielen 13'666 Franken auf private Spenden. 4'240 Franken erbrachten Kirchenopfer. Die restlichen 2'974 Franken trugen Aktionen der Gruppe Hermanos bei, wie Agathabrot-Verkauf, Kilbistand usw. Nach Honduras wurden 17'000 Franken überwiesen, und bereits im vergangenen Februar folgte eine weitere Tranche von 5'000 Franken.
Hermanos dankt allen Spenderinnen und Spendern ganz herzlich für die grosszügige Unterstützung und hofft, auch im Jahre 2011 das Projekt 
tatkräftig begleiten zu können. Der Jahresbericht 2010 aus La Venta hält fest: "Die Kosten für die komplette Schulbildung von Vorkindergarten bis zur 12. Klasse kommen pro Schüler auf runde 14'000 Franken zu stehen. Das sind 1'000 Franken pro Jahr oder 83 Franken pro Monat. Wir denken, diese Investition ist bestens angelegtes Geld in junge Menschen, die sonst in den meisten Fällen keine guten Zukunftsaussichten hätten."

Walter E. Laetsch



Dezember 2010:

"Wir danken Ihnen ganz herzlich für Ihr Interesse und Ihre Mithilfe und wünschen Ihnen frohe Weihnachten und ein gutes Neues Jahr, verbunden mit Gottes Segen.

Ihr Edi Fellmann mit dem gesamten La Venta-Team".

Gerne geben wir diesen Dank aus dem Jahresbericht 2010 unseres Partners in La Venta an alle weiter, die das Projekt in Honduras in den vergangenen Monaten und Jahren unterstützt haben.

Leider mussten aus finanziellen Gründen wichtige, anstehende Bauprojekte aufs Eis gelegt werden. Die neuen Schulräume werden aber dringend benötigt. Ideal wäre es, wenn sechs Räume auf einmal gebaut werden könnten, um Kosten zu sparen. Die Kosten pro Raum inkl. Toilettenanlagen und Mobiliar belaufen sich auf ca. 18'000 Franken. Die Gruppe Hermanos dankt allen ganz herzlich, die dazu beitragen, dass die Kinder zu ihren Schulräumen kommen.

 

Rechtzeitig vorgesorgt...

Nicht nur bei uns, auch in Honduras spielt das Wetter manchmal verrückt. Normalerweise regnet es dort im Oktober am meisten. Dieses Jahr jedoch kam der grosse Regen von April bis September - im Oktober gab es keinen Regen mehr. Das ist sehr aussergewöhnlich und stellt natürlich die Landwirtschaft vor besondere Probleme. Denn der nächste Regen wird nun erst wieder im Mai  erwartet. In La Venta hat jedoch der Projektleiter Edi Fellmann rechtzeitig vorgesorgt. Anfangs Jahr hat er seinen Grundwasserbrunnen notfallmässig angebohrt und hofft nun, dass er dank dieser Massnahme über die Runden kommen wird. Denn, auch wenn die Stauseen zum Glück jetzt randvoll sind, wird er sein eigenes Wasser brauchen, um die lange Trockenzeit schadlos zu überstehen.

 

Gute Nachricht aus Honduras und Ballwil

Aus La Venta erfahren wir, dass es regelmässig geregnet hat und alle Stauseen randvoll sind. Auch der Grundwasserspiegel hat sich normalisiert. Da es ab Januar bis Mai praktisch keinen Regen mehr gibt, kann die Landwirtschaft zuversichtlich ins kommende Jahr blicken. Ein gewinnbringender Landwirtschaftbetrieb ist dringend notwendig zur Finanzierung der sozialen Bereiche. Im kommenden Jahr werden neue Schul- und Büroräume benötigt. Denn das erfreuliche Gedeihen des Projekts erfordert auch eine entsprechende Infrastruktur.

Unser Drittweltanliegen geniesst viel Sympathie in der Ballwiler Bevölkerung. Dies durften wir erneut an der Kilbi erfahren. Das schöne Wetter, die fröhliche Stimmung und die grosse Besucherzahl liess die originelle Standaktion mit dem Glücksrad zum Erfolg werden. Der Reingewinn von Fr. 896.90 wird vollumfänglich dem Projekt zu Gute kommen. Herzlichen Dank an alle, die zu diesem schönen Ergebnis beigetragen haben.



Gute Idee fand gute Ideen!

Hermanos kann gleich vierfachen Dank abstatten: Die Gemeinde Ballwil überliess Hermanos nicht mehr benötigtes Zivilschutzmaterial, das sonst entsorgt worden wäre. Man dachte, das Material nach Honduras zu senden. Doch dafür wären die Kosten zu hoch gewesen. Es fand sich eine bessere Lösung: Anlässlich des 30-jährigen Geschäftsjubiläums von Erwin und Carmen Bühlmann, Viehhandlung, schlug Gantrufer Bruno Furrer aus Mosen vor, eine Versteigerung ins Unterhaltungsprogramm aufzunehmen. Die Gastgeber waren einverstanden. So wurden Übergwändli, Stiefel, Eimerspritzen, Kerzenlaternen, Schaufel, Pickel und Kleinwerkzeug zuerst auf traditionelle Weise, dann auf "amerikanisch" versteigert. Spontane Einzelspenden erhöhten das Ergebnis. Dem Kassier von Hermanos wurde an Ort und Stelle ein namhafter Betrag überreicht. Allen Beteiligten ein herzliches Dankeschön!

 

Jubiläumsgottesdienst 3./4. Juli

Das Jubiläum des zwanzigjährigen Bestehens des Projektes von Edi Fellmann in Honduras soll auch in unserer Pfarrei nicht spurlos vorbeigehen. Armin Villiger, der dieses Jahr drei Monate als Freiwilliger in La Venta im Einsatz war, wird in den Gottesdiensten vom 3. und 4. Juli von seinen Erfahrungen berichten.

Die Schul- und Ausbildungsprogramme kommen gut voran. Dieses Jahr sind über 580 Teilnehmende eingeschrieben. Dank der neuen Bäckerei kann bereits frisches Brot verkauft werden. Die Umbauarbeiten an den Ställen sind Ende Mai beendet worden. Dadurch kann das Vieh besser betreut und die Milchproduktion beachtlich gesteigert werden. In Planung sind weiterhin neue Schulräume für die Primarschule, da nächstes Schuljahr über 200 Kinder die Vor- und Primarschule besuchen werden. Dies bringt neue, zusätzliche Kosten, die nicht auf die Eltern abgewälzt werden können. Hermanos möchte dazu beitragen, die schwierige Lage zu verbessern.

Wer sich weiter über das Projekt informieren will, wird unter www.ana.hn fündig.

 

Wiederum 5000 Franken für Nuevo Amanecer gespendet

Das grosse Fest ist vorbei. Zur Feier des 20-jährigen Bestehens von Nuevo Amanecer kam sogar die Präsidentengattin. Trotz dieser öffentlichen Anerkennung bleibt auch das Projekt nicht vor staatlichen Sparmassnahmen verschont. Der Verlust der Mehrwertsteuerbefreiung lässt den Strompreis in die Höhe schnellen. Zum einen muss nun ein höherer Stromtarif bezahlt werden und oben drein noch die Mehrwertsteuer. Auch die Benzin- und Dieselpreise steigen stetig. Dennoch wurden die Schulgebühren nicht erhöht, um den Familien entgegen zu kommen. "Eine verflixte Sache. Das fehlende Geld muss anderweitig rein", schreibt Projektleiter Edi Fellmann. Da sind die 5000 Franken sehr willkommen, welche Hermanos dank vieler Spenderinnen und Spendern kürzlich überweisen konnte.

Herzlichen Dank.

 

 

Nach oben

Berufsbildung und Investitionen stehen an

In einem Land wie Honduras, dessen Bevölkerung im Durchschnitt gerade mal 20,3 Jahre alt ist und 38% Prozent der Bevölkerung unter 14-jährig, kommt der Berufsbildung ganz besondere Bedeutung zu. Das von Hermanos unterstützte Hilfswerk La Venta trägt dem Rechnung. 231 Jugendliche wurden im vergangenen Jahr in den Bereichen Bäckerei, Friseur, Informatik und als Industriemechaniker und Schweisser ausgebildet. 77 davon waren weiblichen Geschlechts. Wegen geringer Nachfrage musste leider die Näherei geschlossen werden. Erfreulicherweise darf erwartet werden, dass die staatliche Stelle für Berufsbildung künftig auch einen Beitrag an die Ausbildung in der Bäckerei leistet. Der Staatsbeitrag wird allerdings höchstens 50-60 Prozent der Ausbildung bezahlen.

Edi Fellmann, der Projektleiter ist dennoch besorgt. Die finanzielle Situation sieht für das laufende Jahr nicht sehr gut aus. Die Ausgaben steigen, wogegen die Einnahmen praktisch gleich bleiben werden. Investitionen in die Infrastruktur werden deshalb vorsichtig angegangen. Doch spätestens in zwei Jahren wird die Primarschule die Räume benötigen, wo jetzt die Administration untergebracht ist. Das bedeutet, dass die Administration bald neue Räumlichkeiten braucht.

Walter E. Laetsch



Ballwiler im Arbeitseinsatz in Honduras

Armin Villiger arbeitet seit Anfang Januar in jenem Projekt in Honduras, welches unsere Pfarrei seit zehn Jahren unterstützt. Auf unseren Wunsch hin hat er sich bereit erklärt, seine Eindrücke in einem kurzen Bericht zusammenzufassen.

Nuevo Amanecer, auf Deutsch Neuer Anfang, heisst das Projekt, welches unter der Leitung des Luzerners Edi Fellmann zusammen mit vielen Freiwilligen hier in Honduras entstanden ist. Obwohl ich erst seit einem Monat hier arbeite, spüre ich deutlich die ungebrochene Dynamik im Projekt, dessen Initialisierung nun bereits 20 Jahre zurückliegt.

500 Kinder und Jugendliche
Das einstige Kinderheim ist heute eine Schule mit angeschlossenen Werkstätten für Berufsbildung. Rund 500 Kinder und Jugendliche kommen täglich hierher. Noch machen Jugendliche, welche die höheren Klassen besuchen und daneben eine Berufsausbildung absolvieren, die Mehrheit aus. Doch auch die zweisprachig (englisch-spanisch) geführte Primarschule wächst und wird bis in zwei Jahren das komplette Angebot einer Primarschule mit sechs Schuljahren und zwei Vorstufen abdecken. Die Infrastruktur ist äusserst einfach, aber zweckmässig und für honduranische Verhältnisse klar überdurchschnittlich. Ein gut ausgestatteter Computer-Schulungsraum, der auch bei Primarschulklassen von mehr als 30 Schülern jedem einen PC bieten kann, hat hier definitiv Seltenheitswert. Für Ausbildungen im Informatik-Bereich stehen zusätzliche Labors zur Verfügung.

Desolates staatliches Schulwesen
Fast noch wichtiger als die Infrastruktur ist aber die Organisation der Schule. Viele staatliche Schulen in Honduras kranken daran, dass der Unterricht unregelmässig, für wenige Stunden oder überhaupt nicht stattfindet. Andererseits glänzen auch die Schüler durch häufige Abwesenheit. In einem solchen Umfeld Werte wie Pünktlichkeit und Teamgeist lehren zu wollen, ist praktisch unmöglich.

Zuverlässigkeit als Lernziel
Das strenge Regime in Nuevo Amanecer bietet hier einen starken Kontrast. Für die älteren Schüler beginnt der Unterricht um 7.00 Uhr und endet kurz vor 17 Uhr. Die Primarschule beginnt eine Stunde später und dauert bis 15 Uhr. Wer glaubt, nicht an diese Zeiten gebunden zu sein, wird bald einmal von der Schule ausgeschlossen, um das Fortkommen des Klassenverbandes nicht weiter zu behindern. Dies erlaubt einen geregelten Unterricht, der aber durch lückenhafte Lehrpläne und Lehrmittel nach wie vor einen starken Improvisationsanteil beinhaltet. In der Folge kann das Niveau nicht mit europäischen Standards mithalten, ist aber für hiesige Verhältnisse ausgesprochen gut.

Finanzielle Unabhängigkeit
Doch auch ausserhalb der Schule herrscht ein strenges Regime. Während sich die Mehrheit solcher Projekte in Lateinamerika bestenfalls zu einem Drittel selbst finanzieren kann, liegt der Anteil der eigenen Mittel hier bei knapp zwei Dritteln. Mit der Stärkung und Modernisierung der landwirtschaftlichen Milchproduktion soll dieser Wert noch weiter steigen. Auf der anderen Seite leistet auch eine äusserst strikte Ausgabenkontrolle ihren Beitrag. Ziel ist ein Projekt, welches sich mittels Staatsbeiträgen, Schulgebühren und selbst erwirtschafteten Mitteln selber tragen kann und Spendengelder nur für Investitionen eingesetzt werden müssen.

Edi Fellmann, ein charismatischer Leiter
Die eingangs erwähnte Dynamik geht zu einem grossen Teil von Edi Fellmann aus. Bei ihm laufen die Fäden aus den verschiedenen Bereichen des Projekts zusammen und werden mit immer wieder neuen Ideen belebt und unterstützt. Allein die baulichen Auswirkungen dieser Tätigkeit mit zahlreichen neuen Gebäuden ist beeindruckend. Auch an Plänen für die Zukunft fehlt es nicht. Die Erneuerung und Erweiterung der Ställe ist zur Zeit in vollem Gange. Die Erweiterung der Primarschule und der Bau eines neuen Administrationsgebäudes sind in Planung.

Viel Nutzen aus einfachen Mitteln
Auch der für meine Arbeit wichtige Informatik-Bereich wurde mit bescheidenen Mitteln auf ein hohes Niveau getrimmt. Die Infrastruktur entspricht ungefähr dem Niveau eines kleinen KMU und liegt weit über den hier üblichen Verhältnissen. Informatikmittel leisten hier bereits einen unverzichtbaren Beitrag zur Steigerung der Effizienz. Die Arbeit wird allerdings durch Stromausfälle, Staub und andere hardwarefeindliche Umstände behindert.

Eingehen auf andere Mentalität
Die Menschen hier leben in äusserst einfachen Verhältnissen. Trotzdem erwecken sie nie den Anschein von Traurigkeit. Allerdings ist die Zusammenarbeit mit ihnen nicht ganz einfach. Man braucht vor allem Geduld und der Einsatz von Kritik sollte sich auf ein absolutes Minimum beschränken. Die Erfahrungen mit den honduranischen Mitarbeitern im Projekt zeigt, dass es den Leuten in der Regel nicht am guten Willen und selten am Wissen fehlt, sondern an einem finalen Stück konsequentem und durchdachtem Handeln. Nuevo Amanecer leistet hier einen wichtigen Beitrag mit der Vermittlung von Wissen, Werten und Fertigkeiten an breite Bevölkerungsschichten, damit kommende Generationen die Wichtigkeit solcher Kleinigkeiten erkennen und ihr Handeln danach ausrichten.

Mosaiksteine ergeben ein Bild
Um das Umfeld von Nuevo Amanecer mit all seinen Problemen verständlich zu beschreiben, reicht dieser Beitrag ? und vermutlich auch die Zeit, die ich hier verbringe ? nicht aus. In meinem Blog unter www.villosoph.ch versuche ich deshalb mit regelmässigen Beiträgen Ansätze zum Verständnis des honduranischen Alltags zu liefern.

Über den Autor
Armin Villiger weilt für drei Monate als Volontär in Honduras, für das von unserer Pfarrei unterstützte Projekt. Der 26-Jährige ist in Gerligen, Ballwil aufgewachsen und arbeitet nun nach Abschluss seiner Ausbildung zum Informatiker und dem Studium der Wirtschaftsinformatik seit zwei Jahren als Projektleiter bei der ALSO Schweiz AG in Emmen. Seinen unbezahlten Urlaub im 1. Quartal 2010 verbringt er bei der Asociación Nuevo Amanecer, um das Projekt von Edi Fellmann im Informatik-Bereich zu unterstützen und insbesondere die Website zu erneuern.

 

 

Nach oben

Backwarenverkauf vom 30./31. Januar 2010

Liebe BallwilerInnen
Am 30. und 31. Januar 2010 möchten wir wieder einmal einen Backwarenverkauf zu Gunsten Hermanos durchführen. Jeweils nach der Messe verkaufen wir feine Backwaren und gesegnetes Agathabrot. Damit dieser Verkauf ein Erfolg wird, zählen wir auf Ihre Mithilfe. Wer bäckt für uns Brot, Zöpfe, Kuchen, Torten, Guetzli oder anderes?

Wir sind dankbar für jede Spende und wir freuen uns, wenn wir durch diese gemeinsame Aktion unsere Solidarität zu den Kindern in Honduras zeigen können.

Bitte melden Sie Ihre Gebäckspende bis zum 15. Januar 2010 an, damit wir ein reichhaltiges Sortiment zusammenstellen können. Ihren Anruf nimmt dankbar entgegen:

Helene Fuchs, Telefon 041 448 18 68. Bitte rufen Sie wenn möglich morgens an oder sprechen Sie auf den Telefonbeantworter, damit ich zurückrufen kann.

Herzlichen Dank!

 

 

Spenden im Jahr 2009

Im vergangenen Jahr wurden für das Kinder- und Jugendhilfswerk La Venta in Honduras Fr. 12'049.- gespendet. Dieser Betrag entspricht dem mehrjährigen Vergleich.

Mit unseren Spenden ermöglichen wir rund 500 jugendlichen Frauen und Männern in benachteiligter ländlicher Gegend in Honduras eine schulische und berufliche Grundausbildung. Für diese jungen Menschen bedeutet eine Ausbildung eine entscheidende Wende im Leben. Sie werden fähig, ihr Schicksal selber in die Hand zu nehmen und den Teufelskreis der namenlosen Armut in einem Entwicklungsland zu durchbrechen. Im Namen des Projektleiters, Edi Fellmann in Honduras, und im Namen der jungen Frauen und Männer in seinem Hilfswerk danken wir allen Spenderinnen und Spendern herzlich für jede Gabe.
HERMANOS arbeitet ehrenamtlich. Jeder gespendete Franken geht zu 100 Prozent ins Projekt.


Besuch in Edi Fellmanns Schule in La Venta, Honduras

Auf unserer Reise durch Guatemala und Honduras hielten wir uns einen Tag lang in La Venta auf. Das Hilfswerk (oder wie es sich dort nennt "Vereinigung
Nuevo Amanecer") besteht aus einer grossen Schule mit fast 500 Schülern, die aus dem Dorf La Venta und der Umgebung kommen. Es sind meist Kinder aus armen Familien, denen hier eine Möglichkeit für eine gute Schulbildung geboten wird. Die staatlichen Schulen sind schlecht. Die Sekundarschüler, die nach der 6. Klasse hierher kommen, brauchen fast durchwegs Nachhilfestunden, die von den Lehrern nach der Schule angeboten werden. Die Familien bezahlen einen symbolischen Beitrag. Je nach finanzieller Situation
bekommen sie Stipendien. Wir konnten alle Klassenzimmer während der Unterrichtszeit besuchen. Zuerst bekamen wir Einblick in die Primarschule und die Sekundarschule, die mit einem Bachillerato abgeschlossen werden kann, das zum Studium an einer Hochschule berechtigt. Während der letzten Schuljahre haben die Schüler die Möglichkeit, eine Art Berufslehre zu absolvieren. Am Morgen besuchen sie normal die Schule, am Nachmittag
lernen sie in einer Werkstatt Schweissen, Industriemechanik, Informatik oder Schönheitspflege.
Seit vier Jahren wird auch zweisprachiger Unterricht erteilt. Die Kinder beginnen mit vier oder fünf Jahren mit zweijährigem Kindergarten. Die Unterrichtssprache ist Spanisch und Englisch. Wir wurden mit einem stolzen "Good morning!" begrüsst. Aus voller Kehle sangen die Kleinen ein englisches Lied. 28 Kinder sassen an einfachen Pulten. Im Schulzimmer war daneben nicht viel freier Platz übrig. Dem Bewegungsdrang trug die Lehrerin Rechnung, indem sie die Kinder aufstehen liess und geklatscht und gestampft wurde. Hinten im Kindergarten fiel mir gebrauchtes Spielmaterial auf, das aus der Schweiz oder Deutschland stammen könnte. Gegenwärtig besteht die zweisprachige Schule bis zur dritten Klasse. Jedes Jahr muss Edi Fellmann ein neues Schulzimmer erstellen, damit die nächst höhere Klasse unterrichtet werden kann. Dazu ist natürlich Geld nötig.
Die Schule in La Venta hat inzwischen einen so guten Ruf, dass auch reiche Leute für ihren Nachwuchs einen Platz bekommen möchten. Bis zu einer gewissen Anzahl ist das Edi recht, weil sie zur Finanzierung beitragen
können. Zugleich erfahren reiche Kinder so, dass auch Arme gleichwertige Menschen sind.
Wir bekamen einen sehr guten Eindruck von der Führung und dem Konzept dieser Schule.

Margrit Bühlmann

 

Schüler an einer Metallbearbeitungsmaschine